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Zeche Heinrich Robert

Die Zeche Heinrich Robert war das letzte fördernde Steinkohlen-Bergwerk in Hamm.
Das Jahr 1874 markiert den Beginn der bergbaulichen Aktivitäten auf einer Fläche von 18km². Bei den Bohrungen stieß man auf Fettkohle. Im Jahre 1902 wurde bei 562m tiefe das Kabon erreicht. Nur zwei Jahre später wurde in einer Tiefe von 662 m die erste Sohle errichtet und die erste Kohle gefördert. Ein Blick auf die Beschäftigungszahlen bestätigt die rasante Entwicklung für diese Zeit und den neuen Industriezweig. Gab es im Jahre 1905 nur 406 Kumpel, so waren es fünf Jahre später bereits 1.735 Mann, die eine Jahresförderung von 375.141 Tonnen erwirtschaften.
Das erste Unglück ereignete sich - im Vergleich zu anderen Zechen erst relativ spät. Am 27.11.1926 tötete eine Schlafwetterexplosion 11 Bergleute.
Während des 2. Weltkriegs wurden die Kumpel in die Wehrmacht eingezogen. Die Förderung der Kohle wurde fortgeführt und die Anlage wurde von den Bombenangriffen weitestgehend verschont. Die Allierten konnten die Schachtanlage ohne große Aufräumarbeiten weiter betreiben.
In den Nachkriegsjahren erfolgte weitere Ausbauten und die Förderung wurde angehoben.  Im Jahre 1969 übernahme die Ruhrkohle AG die Leitung. Im Jahre 1985 meldete die Werksdirektion die Förderung der hundertmillionsten Tonne Kohle seit Gründung der Zeche.
Am 30. September 2010, also vor genau 13 Jahren wurde die letzte Förderschicht gefahren. Teile der Anlage wurde an ein chinesisches Unternehmen verkauft. Rund 50 chinesische Arbeitetr zerlegten innerhalb von nur dreieinhalb Monaten 75 Kernmaschinen, 60 Förderanlagen, 24 Pumpen sowie verschiende Kleinteile, die alle in Containern verstaut und nach China transportiert wurden. Die Teile wurde auf verschiende Anlagen in China verteilt.
Mein Besuch war im Rahmen einer offiziellen Fototour möglich. Viel Spaß beim Anschauen meiner Bilder. In der Kaue hätte ich mich gerne noch länger aufgehalten. Dort herrschte eine so unglaublich tolle Lichtstimmung.


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